Aktuelles zum Bußgeldkatalog: 
 
Die StVO-Novelle, welcher der Bundesrat bereits im Februar 2020 zugestimmt hat, regelt ab dem 28.04.2020 härtere Folgen für Verkehrsverstöße.
Zwar wurde kein allgemeines Tempolimit auf deutschen Autobahnen verhängt, dennoch wurde der Bußgeldkatalog für Auto- und Motorradfahrer deutlich verschärft. Die wichtigsten Änderungen möchte ich nachfolgend nochmals nennen:
1. Geschwindigkeit

Gerade im Bereich der geringeren Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden die Bußgelder verdoppelt und ein Fahrverbot droht bereits ab 21 (bisher 31) km/h zu viel innerorts. Außerhalb geschlossener Ortschaften wurde die Grenze auf 26 (bisher 41) km/h zu viel herabgesetzt.

Punkte gibt es bereits ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 16 (bisher 21) km/h (innerorts) und 21 km/h (außerorts) Achtung. Damit erhöht sich also auch für Fahranfänger das Risiko, ein A-Delikt zu begehen und sich ein Aufbauseminar einzuhandeln.

Die Bußgelder wurden deutlich angehoben, sodass bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 10 km/h bereits € 30,00 fällig werden

2. Radfahrer

Der „ausreichende Seitenabstand“ zu Fahrrädern, Elektrokleinstfahrzeugen und Fußgängern wurde nun mit 1,5 m innerorts und 2 m außerorts definiert.

Daneben wird auch das Halten von Fahrzeugen auf einem Schutzstreifen für Radfahrer untersagt. Dieses kann zukünftig mit einem Bußgeld von bis zu € 100,00 geahndet werden.

Auch wird ein neues Verkehrszeichen eingeführt, bei dem er sich um einen „grünen Pfeil“ für nach rechts abbiegende Radfahrer handelt.

Mit Fahrzeugen ab 3,5 t darf nur noch mit Schrittgeschwindigkeit nach rechts abgebogen werden.

3. Rettungsgasse

Ein Fahrverbot droht nun auch jedem, der keine Rettungsgasse bei stockendem Verkehr auf der Autobahn oder außerorts bildet. Neben dem einmonatigen Fahrverbot werden für diesen Verstoß 2 Punkte im Fahreignungsregister eingetragen und mindestens € 200,00 fällig. Wer eine Rettungsgasse zudem unberechtigt durchfährt muss neben dem Fahrverbot und den 2 Punkten ein Bußgeld über € 240,00 erhalten.

4. Parken

Auch Verstöße gegen Parkvorschriften werden zukünftig deutlich teurer. Wer an unübersichtlicher Stelle parkt wird mit € 35,00 statt bislang € 15,00 zur Kasse gebeten. Das Parken auf einem Schwerbehindertenparkplatz oder einem Parkplatz für Elektrofahrzeuge kostet zukünftig € 55,00.



Überschreitung: km/h
(Beisp.: 75 bei 50 = 25 km/h)
Tatort: geschlossener Ortschaften
Fahrzeugart:
Probezeit:

powered by verkehrsportal.de